Juni 1989: Zum ersten Mal seit knapp 30 Jahren öffnet sich eine Lücke im berüchtigten „Eisernen Vorhang“. Die Außenminister von Ungarn und Österreich durchschneiden gemeinsam symbolisch einen Grenzzaun zwischen ihren Ländern. Für einen Mann ist dies eine ganz persönliche Genugtuung und Bestätigung: Dr. Axel Hartmann, Anfang der 80er-Jahre Leiter der Konsularabteilung der bundesdeutschen Botschaft in Ungarn – und als „Engel von Budapest“ heimlicher Helfer für rund tausend ausreisewillige DDR-Bürger.

Unter den Flüchtlingen ist auch Sylvia Ziegenhahn. Die damals 32-Jährige will mit ihren beiden Kindern unbedingt nach Hamburg zu ihrem Vater, allerdings ist dies in diesem Fall nicht ganz so einfach: Ihr Schwiegervater war erster Parteisekretär der SED-Bezirksleitung Gera, und Duz-Freund von Erich Honecker. Und er wird sie niemals freiwillig ziehen lassen. Wie die Ausreise von Sylvia Ziegenhahn aus der DDR doch noch möglich gemacht wurde, sehen Sie als Einstieg in der halbstündigen FOCUS-TV-Reportage „Budapest – die Lücke im Eisernen Vorhang“ am 18. Februar 2020 in Kulmbach.

In seinem anschließenden Vortrag „Der Weg zur Deutschen Einheit – Bericht eines Zeitzeugen“ berichtet Dr. Axel Hartmann persönlich über seine Zeit als Diplomat und seine teils unkonventionellen Methoden, den Menschen die Flucht in den Westen zu ermöglichen.

Die Veranstaltung ist kostenlos. Aus organisatorischen Gründen bitten wir um Anmeldung bis 16. Februar 2020 unter Tel. 09221 1316 oder anm@bayerische-medienakademien.de.

Herzlich willkommen!